Gestern Abend. Ja, gestern Abend.
Der Abend fing ganz harmlos an und eigentlich sogar richtig gut,
mit wahnsinniger Vorfreude :) Doch dann........ ging alles total den Bach runter. Ich traf, als ich zum Kiosk ging, einen Freund. Daraufhin kam eins zum anderen und ich dachte mir: "Ja, warum denn nicht? Ich kann danach ja immernoch zu den anderen gehen." Am Ende ging mein supertoll angefangener Abend dann so aus, dass ich mich auf den Weg zu meinen Freunden machte, aber es nicht schaffte zu ihnen zu kommen, weil ich so fertig war.. Ich kann mich kaum noch an irgendwas erinnern. Aber ich weiß das ich hin und her gefahren bin mit dem Bus und es immerwieder nicht geschafft habe, an der Haltestelle, wo ich aussteigen musste, auszusteigen. Und schließlich bin ich aus dem Bus gerannt und hab gekotzt. Gekotzt und gekotzt und gekotzt. Hinter der einen Bushaltestelle. Es war dunkel, ich hab keine Ahnung, ob da Leute in meiner Nähe waren.. Ich schleppte mich mit ganz viel Mühe zu irgendeinem Parkplatz dort in der Nähe und setzte mich in irgendeine Ecke, wo ich mir erhoffte, dass mich dort niemand sah. Ich hatte keine Kraft nach einem besseren Platz für mich zu suchen. Und dort erbrach ich weiter. Irgendwann saß ich einfach nurnoch da, die Leute liefen vorbei und nahmen mich durch die kleinen Büsche trotzdem wahr, aber ich sie nur ganz unreal. Mir wurde eisekalt. Ich war allein. Ich wurde müde, ich war kraftlos, mein Kopf dröhnte und ich hatte Angst, dass ich jeden Moment dort einschlafe. Irgendwann, ich hatte keine Ahnung, wie lange ich dort regungslos saß, mit dem Gesicht auf meinen Knien, die Beine angewinkelt, saß ich dort zusammengerollt, wie ein kleines Kind und schließlich parkte dort ein Auto. Genau vor mir. Ich bewegte mich nicht, versuchte mich einfach nur unsichtbar zu machen, mit aller Kraft. Ich merkte das ich zitterte und meine Gedanken durcheinanderschrien und meinen Kopf zum platzen brachten. Die Leute sprachen mich an, ob alles in Ordnung sei. Ich hob den Kopf, wenn mich jetzt einer fragt, wie sie aussahen, muss ich leider sagen, ich weiß es nicht. Sie waren noch relativ jung. Zwischen 20 und 30. Es war ein Mann und eine Frau. Ich sagte es sei alles ok und wollte bloß, dass sie verschwinden. Ich hatte Angst. Sie blieben stehen, schauten nach mir. Ich hob ein weiteres mal den Kopf, weil ich mir schon dachte, dass sie noch dort stehen. Sie fragten mich, ob denn wirklich alles ok ist mit mir. Ich sagte, mit immernoch sehr schwacher Stimme, ja, es ist alles ok, Sie können gehen. Eigentlich wollte ich irgendwas sagen, z.B. dass ich nur Liebeskummer oder Streit mit einer Freundin habe und ích einfach kurz alleine sein will, aber ich schaffte es nicht. Das reden erschien so anstrengend. So schwer, wie noch nie. Schließlich gingen sie. Ich blieb noch eine Weile regungslos sitzen und schließlich erhob ich mich und schleppte mich mit aller Kraft an die Bushaltestelle. Ich sah eine Frau, die dahinter stand. Dort, wo ich vorher hingekotzt hatte. Ich peilte garnicht, was sie dort machte, es war mir aber auch egal. Sie kam um die Haltestelle herum und saß sich 2 Plätze neben mich. Sie sagte: "Huch, ich habe garnicht gemerkt, dass Sie hier sind." Sie erzählte, dass sie es einfach nicht einhalten konnte und dort hinpinkeln musste. Sie erzählte mir eine gefühlte Ewigkeit irgendwas aus ihrem Leben und fluchte über irgendwelche Leute. Sagte oftmals etwas wie: "Dieses Schwein", "Miststück" und weiteres. Ich hatte schon Angst, das Wort "Niggerfotzenschleim" würde noch fallen. Warum, das versteht nur meine beste Freundin. Ich saß dort, hörte zu, nickte ab und zu ganz schwach, weil ich einfach nicht reden konnte und überlegte, ob diese Frau tatsächlich mit mir sprach oder das nur Einbildung war.. Es kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor, bis endlich der Bus kam. Ich stieg ein. Ich hab keine Ahnung, wer im Bus saß. An meiner Haltestelle schaffte ich es wieder nicht auszusteigen, ich hatte keine Kraft und mein Kopf schien mich austricksen zu wollen und es war so schwer dagegen anzukämpfen. Ich stieg erst 2 Stationen später aus und lief nach Hause. Ich wusste, dass wenn ich auf den nächsten Bus warten würde, es genauso weitergehen würde, bis in die Ewigkeit. Ich lief und lief durch die dunkle Nacht und konzentrierte mich darauf gerade zu laufen. Vergeblich. Irgendwann kam ich zu Hause an, schlich mich in mein Zimmer und schlief ganz schnell, leise und völlig erschöpft ein, um dieser furchtbaren Nacht zu entkommen.
Ps.: Ich habe gestern Abend mein Handy verloren. Ich werde heute mal am Rand des Parkplatzes nachschauen, in der Hoffnung, dass es dort liegt. Ich weiß noch nichtmal, ob mein Freund mir nochmal schrieb oder meine Freundinnen .. :(

2 Kommentare:
lara, du bist soooo dumm manchmal:O
ich hab dich gestern abend ca. 50 mal angerufen und du dumme bist einfach nicht dran gegangen, jetzt weiß ich warum. du musst mal nachschauen..
du lauch erzählst mir das heute genauer ! lilli <3
was ein text :0
es hört sich schrecklich an, als hättest du stundenlang gelitten :( aber ich weiß ja schon wie du dich gefühlt hast..
ich liebe dich, schaaaatz <3
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